von Ascheberg

(v. A. gen. Kettler)

Stammsitz Ascheberg, s. Münster


Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 40

Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840

Seite 67

Siebmacher's großes Wappenbuch

II, 9. Abt. Seite 2; III, 2. Abt., 2. Band, 1. Teil Seite 7; III, 5. Abt. Seite 1

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

I, 121

Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels

Seiten 10, 11

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1902-1930

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1938, 1942

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 37, 53, 74


»Ascheberg.  Westfälischer Uradel mit gleichnamiger (schon im 12. Jahrhundert abgetragener) Stammburg im Kr. Lüdinghausen, der vermutlich von den Edelfreien gleichen Namens abstammt (vgl. Ledebur, Dynast. Forsch.; Dr. Aloys Schulte, Der Adel und die deutsche Kirche des Mittelalters; Tibus, Gründungsgesch.), die urkundlich mit Burcardus de Asscheberghe, nobilis, 1168-1185, mit seinem Sohne Heinricus de Asschenberghe, nobilis, 1188-99 (vgl. Erhard, Regesta hist. westf., Nr. 324, 402, 451, 483, 581) und zuletzt mit Odelhildis matrona nobilis de Ascenberghe 1206 in diesem Stande erscheinen, welch letztere ihr „dominium, quo ad ipsam ex morte fratrum suorum jure successionis pervenit“, der Kirche S. Pauli in Münster vermacht hatte (Westf. Urk.-Buch, Band III, Nr. 37).  In dieser Urkunde erwähnt „quidam praefatae matronae consanguinei . . qui . . praedictam donationem . . de facto ceperunt impugnare“.  Als Lehnsträger der Osnabrücker und der Münsterischen Kirche treten dominus Godescalcus, nach der Überlieferung ein Bruder des obigen Burcardus, dessen „curia“ in der bischöflichen Heberolle der Pfarrei Ascheberg von 1204 (Tibus, Gründungsgesch.) aufgeführt wird, und dessen wahrscheinliche Söhne Godefridus de Asscheberghe, miles, 1243 (Westf. Urk.-Buch, Band III, Nr. 413) und Godescalcus de Askeberge, majoris ecclesiae (Osnabrugg.) canonicus, 1244 (a. a. O., Urk. 426) zuerst auf.  Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit Ludgerus, der 21. Okt. 1317 urkundlich (Westf. Urk.-Buch Band VIII, Nr. 1193) unter den hominibus vulgo dictis „vrieen“ genannt wird. - W. (ältestes Siegel 1313 [Ilgen, Westf. Siegel des Mittelalters, Taf. 143, Nr. 6]): Geteilt; oben in Rot 2 nebeneinandergestellte goldene Sonnenräder oder Brakteaten, unten golden ohne Bild.  (Das älteste Siegel zeigt unten ein redendes Bild: rechtsweisender (Eschen-)Zweig, auf allen späteren Siegeln ausgefallen).  Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken ein schwebendes goldenes Sonnenrad zwischen einem offenen mit je einem goldenen Sonnenrad auf rotem Balken belegten goldenen Adlerfluge.«  (S. 3, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 92. Jg. 1942)

#

»Ascheberg.  Preußen (Provinz Westfalen). - Westfälischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kr. Burgsteinfurt, der mit Burchardus de Ascheberg 1185 zuerst urkundlich erwähnt wird. - W.: Geteilt; oben in Rot zwei nebeneinandergestellte goldene Brockaten (oder Türkenbinden oder Rosetten); unten Gold.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken eine schwebende goldene Brockate zwischen einem offenen, mit je einer goldenen Brockate belegten roten (in Kurland, in Westfalen goldenen) Adlerflug.«  (S. 34, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 3. Jg. 1902)


zurück